IAD Index of Academic Documents
  • Home Page
  • About
    • About Izmir Academy Association
    • About IAD Index
    • IAD Team
    • IAD Logos and Links
    • Policies
    • Contact
  • Submit A Journal
  • Submit A Conference
  • Submit Paper/Book
    • Submit a Preprint
    • Submit a Book
  • Contact
  • Alman Dili ve Edebiyatı Dergisi
  • Volume:2 Issue:40
  • Tizians Die himmlische und die irdische Liebe – Programmatische Kunstzitate in Wedekinds Franziska

Tizians Die himmlische und die irdische Liebe – Programmatische Kunstzitate in Wedekinds Franziska

Authors : Anja MANNECK
Pages : 1-7
View : 169 | Download : 20
Publication Date : 2018-12-28
Article Type : Research Paper
Abstract :Die Werke Wedekinds zeichnen sich durch eine Vielzahl intertextueller Verweise aus, die sich auf alle bildenden Künste und die Wissenschaft beziehen. Für „Franziska. Ein modernes Mysterium in fünf Akten“ ist Tizians „Die himmlische und die irdische Liebe“ geradezu programmatisch, ein Abdruck ziert den Titel der Erstausgabe. Darüber hinaus findet sich das um 1514 entstandene Renaissance-Gemälde als detaillierte Beschreibung in der Bühnenanweisung für ein ‚Spiel im Spiel‘, was dadurch einem Tableau vivant nahekommt. Das Bild zeigt eine reich gekleidete Frau links neben einem Brunnen, rechts daneben eine fast nackte weibliche Figur. Im Wedekindschen Stück stehen die beiden Frauenfiguren für die Wahrheit und die „heilige Nacktheit“, die eng miteinander korreliert sind: „Denn wer die Nacktheit nicht sehen kann, Der kann auch die Wahrheit nicht hören.“ Da es sich um ein Theaterstück innerhalb eines Theaterstücks handelt, können Aspekte der symbolisch erscheinenden Handlung als selbstreferentielle Aussage für das gesamte Stück gelesen werden. Sexualität, symbolisiert durch die Nacktheit, kommt eine zentrale Rolle zu. Sie dient der Selbstfindung und der Selbsterkenntnis. Positive sexuelle Erlebnisse können negative Erlebnisse tilgen. Wie im Titel des Bildes angelegt, zeigt sich, dass der „irdischen“, der körperlichen Liebe, mindestens die gleiche Relevanz zukommt wie der „himmlischen“, der geistigen Liebe. Durch die Verwendung bekannter Kunstwerke bzw. intertextueller Verweise aller Art verortet sich das Drama in eine künstlerische Tradition und legitimiert so sich und seine Aussagen selbst.
Keywords : Erotikkonzeption, Tableau vivant, Literatur der Frühen Moderne 1890 1930, Intertextualität, Selbstreferentialität

ORIGINAL ARTICLE URL

* There may have been changes in the journal, article,conference, book, preprint etc. informations. Therefore, it would be appropriate to follow the information on the official page of the source. The information here is shared for informational purposes. IAD is not responsible for incorrect or missing information.


Index of Academic Documents
İzmir Academy Association
CopyRight © 2023-2026